H2-Update – immer auf dem Laufenden
Wann: 06.03.2025 9:00 - 12:00 Uhr
Im nächsten H2-Update werden Ihnen die relevanten sowie aktuellen wirtschaftlichen, technischen und regulatorischen Entwicklungen im Wasserstoffmarkt leicht verständlich und in komprimierter Form von unseren Partnern der BBH-Gruppe erläutert.
Politik
- BTW 25: Was fordern die Parteien in Bezug auf H2?
- Welche Entwicklungen gibt es im BdWR?
- Welche Auswirkungen hat der Clean Industrial Deal?
H2-Nutzung
- Welche Auswirkungen hat die RefuelEU Aviation auf die H2-Wirtschaft?
- Welche Strategien verfolgen die nordeuropäischen Häfen zum H2-Import?
H2-Beschaffung
- Mit welchen H2-Gestehungskosten ist perspektivisch zu rechnen?
- Wie wird erneuerbarer H2 (RFNBO) zertifiziert?
H2-Förderung
- Welche Unterstützung bieten die Hydrogen Valleys?
Bei Interesse melden Sie sich gerne per E-Mail an linda.mueller-farkas@hagen-wirtschaft.de an.
Gelungene Veranstaltung zur Wasserstoffversorgung im Märkischen Kreis

Marco Voge: „Das ist erst der Anfang“
Im Mai trafen sich in der SASE in Iserlohn Vertreter und Vertreterinnen aus der heimischen Industrie und der Energieversorgung, um die Rolle von Wasserstoff in der Dekarbonisierung energieintensiver Branchen im Märkischen Kreis zu diskutieren.
Nach der Begrüßung durch Landrat Marco Voge, lieferte Jörg Lohölter, geschäftsführender Gesellschafter von Risse + Wilke Kaltband, einen Lagebericht aus Sicht der Industrie. Speziell zum Thema Energie fielen ihm aktuell keine Antworten mehr ein, so Lohölter, wie eine Umstellung auf klimafreundliche Energieträger gelingen solle, wenn man im globalen Wettbewerb bestehen muss. Er lieferte eindrückliche Zahlen und Beispielrechnungen aus dem eigenen Unternehmen, die aufzeigten, in welchen Dilemma die Betriebe in unserer Region aktuell stecken und mahnte an, dass sich die energieintensiven Industrien schrittweise aus Deutschland verabschieden würden, wenn sich hier nichts ändere.
Florian Lindner und Moritz Voormann von Westenergie sowie Dr. Alexander Banger und Tom Schulte von E.ON Hydrogen schlugen dann die Brücke zum Thema Wasserstoff und präsentierten direkte Anwendungsmöglichkeiten als Energieträger.
Nach der Kaffeepause richtete sich der Blick auf die Region mit Jürgen Peiler, Geschäftsführer von Enervie vernetzt, der die aktuellen Wasserstoff Aktivitäten des Versorgers vorstellte. Hier gibt es konkrete Pläne zur Errichtung eines Elektrolyseurs, der die Industrie im Lennetal mit Wasserstoff versorgen soll. Allerdings ist das Projekt an ein Förderprogramm gebunden, dessen Rahmenbedingungen nicht sehr praktikabel sind – beispielsweise soll die Anlage 3 Jahre nach Erteilung des Förderbescheides in Betrieb gehen, was für Infrastrukturprojekte mit Tiefbauarbeiten und Querungen von Autobahnen und Gewässern „sehr sportlich ist“, so Peiler.
Auch die Stadtwerke Menden, Iserlohn und Altena waren als Kooperationspartner der Veranstaltung vor Ort und Reiner Timmreck von den Stadtwerken Iserlohn erläuterten stellvertretend die Herausforderungen aus Sicht der Versorger. Auch er machte deutlich, dass wir jetzt die Weichen stellen müssen, um in Zukunft genügend Strom und Wasserstoff zur Verfügung zu haben, wenn wir Erdgas substituieren wollen oder müssen und die Versorger darum wissen müssen, was die Unternehmen als Großabnehmer für die Zukunft planen.
Den Abschluss machte Dr. Friedhelm Härter von Westnetz, der über konkrete Wasserstoffprojekte informierte, die schon umgesetzt sind. Sein Appell: Die technischen Möglichkeiten sind da – wir müssen uns jetzt gemeinsam auf den Weg machen.
Dies war auch das Fazit von GWS-Wasserstoff-Expertin Sonja Pfaff, die durch den Nachmittag führte. Sie führte noch einmal aus, welche großen Energie-Bedarfe in unserer Region zu decken sind, die man nun bündeln müsse und dass man diese auch Richtung Berlin kommunizieren müsse, um als Top-Industriestandort in Deutschland wahrgenommen und bei der Energieversorgung nicht vergessen zu werden.
online: Wasserstoff aus Pyrolyse
Das Thema „Waste to Hydrogen“ gewinnt zunehmend an Bedeutung, da die Welt nach nachhaltigen und umweltfreundlichen Energiequellen sucht. Bei dieser Technologie wird aus verschiedenen Arten von Abfall Wasserstoff gewonnen, der als sauberer Energieträger dient. Der Prozess bietet eine doppelte Lösung: Er reduziert die Mengen an Müll, die Deponien und Verbrennungsanlagen belasten, und produziert gleichzeitig Wasserstoff, der als emissionsfreier Kraftstoff für Fahrzeuge, industrielle Anwendungen und die Energieversorgung verwendet werden kann.

Die Umwandlung von Abfall in Wasserstoff nutzt fortschrittliche Technologien wie Vergasung, Pyrolyse und biologische Verfahren, um die organischen Materialien in nutzbaren Wasserstoff umzuwandeln. Diese Innovation stellt nicht nur einen bedeutenden Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft dar, sondern trägt auch zur Reduktion von Treibhausgasemissionen bei, indem sie fossile Brennstoffe ersetzt und gleichzeitig die Abfallbewirtschaftung optimiert. In einer Zeit, in der die Bekämpfung des Klimawandels und die Schonung der natürlichen Ressourcen im Vordergrund stehen, bietet „Waste to Hydrogen“ eine vielversprechende Lösung für eine nachhaltige Zukunft.
Dirk Gerlach von der Firma Akkodis erzählt uns mehr über diese Möglichkeiten und steht wie immer für Fragen zur Verfügung. Mehr Informationen zum Thema hat er hier für Sie aufbereitet: https://padlet.com/dg199/midi-circular-recycling-165j63rkrvjb3tw0
Hier können Sie sich anmelden: https://transferverbund-sw.de/events/online-wasserstoff-aus-pyrolyse/
online: Wasserstoff aus Abfall
Das Thema „Waste to Hydrogen“ gewinnt zunehmend an Bedeutung, da die Welt nach nachhaltigen und umweltfreundlichen Energiequellen sucht. Bei dieser Technologie wird aus verschiedenen Arten von Abfall Wasserstoff gewonnen, der als sauberer Energieträger dient. Der Prozess bietet eine doppelte Lösung: Er reduziert die Mengen an Müll, die Deponien und Verbrennungsanlagen belasten, und produziert gleichzeitig Wasserstoff, der als emissionsfreier Kraftstoff für Fahrzeuge, industrielle Anwendungen und die Energieversorgung verwendet werden kann.

Die Umwandlung von Abfall in Wasserstoff nutzt fortschrittliche Technologien wie Vergasung, Pyrolyse und biologische Verfahren, um die organischen Materialien in nutzbaren Wasserstoff umzuwandeln. Diese Innovation stellt nicht nur einen bedeutenden Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft dar, sondern trägt auch zur Reduktion von Treibhausgasemissionen bei, indem sie fossile Brennstoffe ersetzt und gleichzeitig die Abfallbewirtschaftung optimiert. In einer Zeit, in der die Bekämpfung des Klimawandels und die Schonung der natürlichen Ressourcen im Vordergrund stehen, bietet „Waste to Hydrogen“ eine vielversprechende Lösung für eine nachhaltige Zukunft.
Dirk Gerlach von der Firma Akkodis erzählt uns mehr über diese Möglichkeiten und steht wie immer für Fragen zur Verfügung. Mehr Informationen zum Thema hat er hier für Sie aufbereitet: https://padlet.com/dg199/midi-circular-recycling-165j63rkrvjb3tw0
Hier können Sie sih anmelden: https://transferverbund-sw.de/events/online-wasserstoff-aus-pyrolyse/
online: H2UB als Open Innovation Plattform
online: H2UB – die Open Innovation Plattform für die komplette Wasserstoff-Wertschöpfungskette
Die Zusammenarbeit zwischen Start-ups und dem etablierten Mittelstand ist ein großer Erfolgsfaktor für die Beschleunigung der Entwicklung und Einführung von Wasserstofftechnologien.
Start-ups bringen oft innovative Ideen, Agilität und technologisches Spezialistenwissen mit sich, während der Mittelstand über etablierte Ressourcen, Branchenkenntnisse und Vertriebsnetzwerke verfügen. Diese Synergie kann dazu beitragen, die Lücke zwischen Forschung und Markt zu schließen und die Wasserstoffwirtschaft voranzutreiben.
Das H2UB in Essen konzentriert seit mehreren Jahren internationale Wassestoff-Start-ups und vernetzt sie mit etablierten Unternehmen.
Dr. Aljoscha Frede errzählt in unserer online-Veranstaltung, wie das H2UB als als europäische Open Innovation Platform für die gesamte Wasserstoff-Wertschöpfungskette fungiert und bringt einige Beispiele erfolgreicher Projekte zwischen Mittelständlern und Start-ups mit. Außerdem stellt er ein neues Beratungsangebot insbesondere für KMU vor.
Hier können Sie sich anmelden:
Wasserstoffversorgung im Märkischen Kreis
Veranstaltung für potenzielle Großverbraucher aus der Industrie
Gerade die energieintensiven Branchen im Märkischen Kreis (Walzwerke, Schmieden, Gießereien, Drahtzieherein und andere) stehen unter einem hohen Dekarbonisierungsdruck. Nicht alle Prozesse lassen sich elektrifizieren und nicht überall würde das Stromnetz die benötigten Mengen an elektrischer Energie hergeben. Was also können wir tun, um den Industriestandort MK zu sichern?
Wasserstoff könnte die Lösung sein, aber das Kernnetz lässt die vielen Betriebe an der Lenne und ihren Zuflüssen buchstäblich links liegen. Außerdem gibt es viele offene Fragen bezüglich der technologischen Umstellung der Prozesse. Über diese Themen möchten wir mit Ihnen ins Gespräch kommen, Wir laden Sie darum herzlich nach Iserlohn ein:
Ablauf:
14:30 Begrüßung durch den Landrat des Märkischen Kreises Marco Voge
14:45 Lagebericht aus der Industrie: Jörg Lohölter, Geschäftsführender Gesellschafter,
Risse + Wilke Kaltband GmbH & Co. KG Iserlohn
15:00 Dekarbonisierung und die Rolle von Wasserstoff: Florian Lindner und Moritz Voormann, Westenergie
15:45 Potenzielle Wasserstoffanwendungen: Dr. Alexander Banger und Tom Schulte, EON
16:15 Kommunikative Kaffepause mit Thementischen
16:45 H2-Aktivitäten der Enervie Vernetzt: Jürgen Peiler, Geschäftsführer, ENERVIE Vernetzt GmbH
17:00 Herausforderungen für Versorger: Reiner Timmreck, Geschäftsführer, Stadtwerke Iserlohn
17:15 Wasserstoffprojekte in der Praxis und Versorgung für die Region: Dr. Friedhelm Härter, Westnetz
17:45 Zusammenfassung und Ausblick H2 Cluster MK: Sonja Pfaff, GWS MK
anschließend Snacks und Netzwerken
Die Veranstaltung richtet sich ausschließlich an produzierende Unternehmen aus dem Märkischen Kreis und angrenzenden Kommunen. Zielgruppe sind Industriebetriebe, die ihre Prozesswärme aktuell überwiegend mit Erdgas erzeugen. Wir wünschen uns einen vertrauensvollen Austausch und das Anbahnen möglicher Kooperationen bei der Versorgung mit grünem Wasserstoff. Darum behalten wir uns vor, alle Anmeldungen hinsichtlich dieser Ziele zu überprüfen.
4. Wasserstoff-Summit
Der Wasserstoff-Summit ist eine Netzwerkveranstaltung für Entscheider aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Politik. Nach der sehr erfolgreichen Veranstaltung im letzten November in Hagen möchten wir Ihnen auch in diesem Jahr wieder aktuelle Fachinformationen vermitteln und die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch mit zahlreichen Experten und Unternehmensvertretern geben.

Die Mitglieder der Wasserstoff-Brücke laden Sie zum Wasserstoff-Summit 2024 im Haus Ennepetal, Gasstr. 10, 58256 Ennepetal ganz herzlich ein.
Sie können sich bereits jetzt anmelden, auch wenn wir noch an der Agenda arbeiten. Das Programm wird Ihnen dann automatisch zugemailt.
Moderation: Jessica Westen, ntv
Mitwirkende (wird fortlaufend ergänzt):
Dr. Lars Peter Thiesen | Opel/Stellantis |
Philipp Rellermeier | AVL Schrick |
Nils Grützmacher | Mint Hydrogen Germany GmbH |
Ulrich Misz | ZBT Duisburg |
Gesine Rütz | Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen |
Michael Bösebeck | C.D. Wälzholz GmbH & Co. KG |
Innovative Perspektiven für die Zukunftstechnologie Wasserstoff
Beim dritten Wasserstoff-Summit ging es um die Erzeugung von H2 sowie verschiedene Einsatzmöglichkeiten in Industrie und Mobilität. Über 100 Teilnehmende kamen nach Hagen.
„Die Energie von morgen ist Wasser, das durch elektrischen Strom zerlegt worden ist.“ Das schrieb Jules Verne in seinem Abenteuerroman „Geheimnisvolle Insel“ – und bereits im Jahr 1875. Was als visionäre Idee begann, wird heute in der Praxis umgesetzt. Beim dritten Wasserstoff-Summit in der Stadthalle Hagen wurden Innovationspotenziale und Anwendungen von hochkarätigen Rednern aus Wirtschaft, Wissenschaft und innovativen Start-ups vorgestellt, alles organisiert vom Netzwerk Wasserstoff-Brücke.
Einen Mix aus Wissenschaft und Praxis brachte der erste von vier Themenblöcke. Dabei referierte Prof. Dr. Peter Britz, Präsident der Hochschule Weserbergland, über „Wasserstoff als Baustein in der Kreislaufwirtschaft“. Dr. Birgitt Bendiek, Geschäftsführerin der ZinQ GmbH, ein Dienstleister für stückverzinkte Oberflächen auf Stahl, berichtete über „H2-Anwendungen im energieintensiven Mittelstand“. Durch die anschließende Panel-Diskussion zur „Bedeutung von Wasserstoff für unseren Standort“ führte Moderatorin Jessika Westen (ntv, WDR). Wichtigste Botschaft von Britz: „Wir brauchen den Wasserstoff günstig und dürfen uns nicht wieder abhängen lassen.“ Dem schloss sich Christoph Brünger (SIHK Hagen) mit einem Appell an: „Geben Sie bei Umfragen des Netzentwicklungsplans an, wie hoch ungefähr der Wasserstoffbedarf sein wird, ansonsten bleibt unsere Region ein weißer Fleck auf der Wasserstoff-Karte.“
Im Themenblock „H2 in der Industrie“ gab zunächst Prof. Dr. Görge Deerberg (FernUniversität Hagen/Fraunhofer-Institut) einen wissenschaftlichen Einblick für „Wasserstoff im Mittelstand“. Dabei sieht er die Chemie- und Stahlindustrie als erste und wichtigste Anwendungsgebiete an. Danach stellten sich die vier Start-ups H2KNOW, NextHeat, PMR-tech und HY.Air kurz mit ihren innovativen Produkten vor.
Einsatz von Wasserstoff in der Region
Bei Brockhaus Hydrogen in Plettenberg wird Wasserstoff bereits gelebt. Wie das funktioniert, stellte Business Development Manager Dr. Harald Bock zu Beginn des dritten Themenblocks „H2 in der Region“ vor. Das Familienunternehmen kommt aus der energieintensiven Stahlherstellung und hat sich mit dem Start-up WEW aus Dortmund zusammengetan und einen Elektrolyseur entwickelt. „Wir haben zurzeit Elektrolyseure tatsächlich verfügbar. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal. Das kann jeder bestätigen, der gerade versucht Angebote einzuholen“, sagte Bock. Er sprach weiter über die verschiedensten Vorteile des Einsatzes der H2-Technologie und über die Zusammenarbeit zwischen einem traditionellen mittelständischen Unternehmen und einem modernen Start-up.
Anschließend informierte Frank Hockelmann (Klimaschutzmanager Kreis Soest) über die Ergebnisse und Weiterentwicklung des HyStarter Projektes im Kreis Soest. Daraus ist das Modellprojekt „Klimaneutrale Zementregion Erwitte und Geseke“ entstanden. Einen Schritt weiter sind bereits die HyExperts in Hagen. Dort gab Nicolas Beneke Einblicke in den aktuellen Stand des integrierten Wasserstoffkonzepts: „Hagen wird Wasserstoff-Nachfrageregion und braucht 2030 voraussichtlich 80.000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr. Im Vergleich benötigt ein H2-LKW zwischen fünf und zehn Tonnen pro Jahr.“ Über das konkrete Projekt „H2HoWi“ referierte Dieter Ewering (Westnetz GmbH). In der Gemeinde Holzwickede (HoWi) fließt erstmals 100 Prozent grüner Wasserstoff durch eine Leitung der öffentlichen Erdgasversorgung. Der Verteilnetzbetreiber hat dazu einen Teil des Erdgasnetzes für den Transport von H2 umgestellt. Drei Unternehmen erzeugen in dem deutschlandweit einmaligen Leuchtturmprojekt außerdem einen Teil der benötigten Wärme.
Wo es möglich war, hat die Schmidt-Kranz Unternehmensgruppe bereits auf Produkte für Wasserstoff umgestellt. Der Technologieführer im Bereich der Hochdrucktechnik hat sich 2022 mit der Gründung der Maximator VETEQ in Iserlohn auf die Entwicklung, Herstellung und Montage hochkomplexer Prüfanlagen für Wasserstoffbehälter aus Kohlefaser und Wasserstoffspeichersysteme im Automobilbereich konzentriert. Geschäftsführer Robin Trompetter schilderte den Stand der Technik in diesem Bereich: „Wir sehen Speicherbehälter als eine Schlüsselkomponente in der Mobilität und arbeiten daran, dass Wasserstoff hier sicher eingesetzt werden kann.“
Einsatz von Wasserstoff in der Mobilität
Weiter ging es mit „H2 in der Mobilität“ im letzten Themenblock. Über den „Weg zum Einsatz von Wasserstoff-LKWs in der eigenen Logistik“ erzählte Otto Uhlhorn (H2 Green Power & Logistics GmbH). Beim finalen Panel „Wasserstoffmobilität“ mit Uhlhorn, Hans-Martin Diederichs (Orosol Mineralölvertrieb GmbH), Johannes Einig (AHE GmbH) und Thorsten Coß (AVU Serviceplus GmbH) war die Quintessenz: „Für Nutzfahrzeuge ist Wasserstoff definitiv ein Thema und wird sich durchsetzen. Im Pkw-Bereich bleibt der Trend weiterhin das E-Auto.“
Nach insgesamt 18 qualitativ hochwertigen Beiträgen nahmen die über 100 Teilnehmenden wertvolle Informationen und Anregungen mit. „Das Feedback war überwältigend. Besonders beeindruckt hat mich das große Interesse der Gäste an wirklich allen Themen, die wir angeboten haben“, zog Sonja Pfaff, Wasserstoff-Expertin bei der GWS, ein Fazit und fügte an: „Es ist inzwischen eine deutliche Aufbruchstimmung zu spüren. Der Funke springt langsam über und immer mehr erkennen die Wichtigkeit des Themas.“
Daher soll es auch im kommenden Jahr einen vierten Wasserstoff-Summit geben, der dann wieder von der Wasserstoff-Brücke organisiert wird.
Bilder (Katrin Wolff)





Save the Date: Veranstaltung für potenzielle Wasserstoff-Großverbraucher im Märkischen Kreis

Gerade die energieintensiven Branchen im Märkischen Kreis (Walzwerke, Schmieden, Gießereien, Drahtzieherein und andere) stehen unter einem hohen Dekarbonisierungsdruck. Nicht alle Prozesse lassen sich elektrifizieren und nicht überall würde das Stromnetz die benötigten Mengen an elektrischer Energie hergeben. Was also können wir tun, um den Industriestandort MK zu sichern?
Wasserstoff könnte die Lösung sein, aber das Kernnetz lässt die vielen Betriebe an der Lenne und ihren Zuflüssen buchstäblich links liegen. Außerdem gibt es viele offene Fragen bezüglich der technologischen Umstellung der Prozesse.
Am 18.1. laden wir darum Betriebe, die aktuell vor genau diesen Herausforderungen stehen, nach Meinerzhagen ein.
Mehr dazu demnächst hier!
Regionale Industrie informiert sich über Wasserstoff als neuen Markt
Regionale Industrie informiert sich über Wasserstoff als neuen Markt
Wasserstoff wird eine Schlüsselrolle in der Energiewende einnehmen – als vielseitiger Energieträger ist er in vielen Sektoren einsetzbar. Aber auch die Systeme, die zur Herstellung von Wasserstoff gebraucht werden, können eine große Chance für die heimische Wirtschaft sein – liegt in den Komponenten doch ein möglicher neuer Markt mit riesigem Potenzial. Wie man Zugang zu diesen Technologien findet, war das Hauptthema bei der Veranstaltung „Wasserstoff: Innovationspfade für den Mittelstand“ in der vergangenen Woche im Automotive Center Südwestfalen (ACS) in Attendorn.
Im Fokus standen dabei insbesondere Brennstoffzellen und Elektrolyseure. Letztere sind ein essenzieller Teil der Wasserstofftechnologie, mit deren Hilfe Wasser in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff aufgespaltet werden kann. Die Marktpotenziale und Möglichkeiten, wie sich der Mittelstand in Südwestfalen diesem Thema nähern kann, wurde in Vorträgen und Gesprächsrunden diskutiert. Die Teilnehmer kamen überwiegend aus dem Märkischen Kreis, aber auch aus den angrenzenden Regionen.
Von der Idee zur Anwendung berichtete Fabian Kapp von der Gräbener Maschinentechnik Gmbh & Co. KG über Technologien für die Fertigung von Bipolarplatten für Brennstoffzellen und Elektrolyseure. In drei Kurzvorträgen wurden anschließend mögliche Innovationspfade für den Einstieg in die Wasserstoff-Branche vorgestellt. So berichtete das ACS aus dem Verbundprojekt „Fertigungskompetenzen Brennstoffzelle“ (FeKoBrez), bei dem die teilweise neuartigen Forderungen an Fertigungsprozesse und Werkstoffe für alternative Antriebskonzepte unter die Lupe genommen wurden.
Brockhaus Hydrogen aus Plettenberg und WEW aus Dortmund gaben Einblicke über den Mehrwert der Zusammenarbeit von Industrie und Start-up bei der grünen Wasserstoffproduktion. Und der Lehrstuhl für Produktionssysteme der Ruhr Universität Bochum stellte das Projekt „H2Giga-FertiRob“ vor, das das Ziel verfolgt, Elektrolyseure zur Wasserstoff-Herstellung in die Serienfertigung zu bringen.
Nach gehaltvollem Input aus den Vorträgen folgte eine kommunikative Kaffeepause, die für die Diskussion von Leitfragen genutzt wurde. Diese waren: Haben Sie konkrete Ideen für Ihren Platz im Wasserstoff-Business? Welche Herausforderungen gibt es für Sie? Was benötigen Sie beziehungsweise welche Unterstützung wünschen Sie sich? In vier Gruppen diskutierten die Gäste, wo ihr Platz in der Wertschöpfungskette sein könnte und wo noch Hemmnisse oder Informationsbedarf besteht. Auf Wunsch der Teilnehmer wurde das Zeitfenster dafür sogar noch verlängert, denn es gab so viel Gesprächsbedarf, dass die Gruppen sich gar nicht trennen wollten. Die Ergebnisse haben die Organisatorinnen Jasmin Graef und Sonja Pfaff, die als Ingenieurinnen bei der Gesellschaft zur Wirtschafts- und Strukturförderung Südwestfalen (GWS) die Technologiethemen bearbeiten und durch die Mitwirkung in unterschiedlichen Projekten auch über die Kreisgrenzen hinaus aktiv sind, als Aufgabenstellungen für ihre Arbeit mitgenommen.
„Wir werden die Fragen der Unternehmen in unserer Veranstaltungsplanung berücksichtigen“, verspricht Sonja Pfaff, die bei der GWS für das Thema Wasserstoff verantwortlich ist und die nächste Veranstaltung schon ankündigt: „Am 16.November findet in Hagen der dritte regionale Wasserstoff-Summit statt.“ Seit zwei Jahren beschäftigt sich die GWS zusammen mit Partnern intensiv mit dem Thema Wasserstoff und bietet regelmäßig Veranstaltungen für weitere Informationen und zur Vernetzung an.
Bild (GWS): v.l. Robert Rauert (WEW), Sonja Pfaff (GWS), Jasmin Graef (GWS), Dr. Harald Bock (Brockhaus), Fabian Kapp (Graebener) und Christoph Stötzel (ACS).