online: H2UB als Open Innovation Plattform

online: H2UB – die Open Innovation Plattform für die komplette Wasserstoff-Wertschöpfungskette

Die Zusammenarbeit zwischen Start-ups und dem etablierten Mittelstand ist ein großer Erfolgsfaktor für die Beschleunigung der Entwicklung und Einführung von Wasserstofftechnologien.

Start-ups bringen oft innovative Ideen, Agilität und technologisches Spezialistenwissen mit sich, während der Mittelstand über etablierte Ressourcen, Branchenkenntnisse und Vertriebsnetzwerke verfügen. Diese Synergie kann dazu beitragen, die Lücke zwischen Forschung und Markt zu schließen und die Wasserstoffwirtschaft voranzutreiben.

Das H2UB in Essen konzentriert seit mehreren Jahren internationale Wassestoff-Start-ups und vernetzt sie mit etablierten Unternehmen.

Dr. Aljoscha Frede errzählt in unserer online-Veranstaltung, wie das H2UB als als europäische Open Innovation Platform für die gesamte Wasserstoff-Wertschöpfungskette fungiert und bringt einige Beispiele erfolgreicher Projekte zwischen Mittelständlern und Start-ups mit. Außerdem stellt er ein neues Beratungsangebot insbesondere für KMU vor.

Hier können Sie sich anmelden:


Wasserstoffversorgung im Märkischen Kreis

Veranstaltung für potenzielle Großverbraucher aus der Industrie

Gerade die energieintensiven Branchen im Märkischen Kreis (Walzwerke, Schmieden, Gießereien, Drahtzieherein und andere) stehen unter einem hohen Dekarbonisierungsdruck. Nicht alle Prozesse lassen sich elektrifizieren und nicht überall würde das Stromnetz die benötigten Mengen an elektrischer Energie hergeben. Was also können wir tun, um den Industriestandort MK zu sichern?

Wasserstoff könnte die Lösung sein, aber das Kernnetz lässt die vielen Betriebe an der Lenne und ihren Zuflüssen buchstäblich links liegen. Außerdem gibt es viele offene Fragen bezüglich der technologischen Umstellung der Prozesse. Über diese Themen möchten wir mit Ihnen ins Gespräch kommen, Wir laden Sie darum herzlich nach Iserlohn ein:

Ablauf:

14:30 Begrüßung durch den Landrat des Märkischen Kreises Marco Voge

14:45 Lagebericht aus der Industrie: Jörg Lohölter, Geschäftsführender Gesellschafter,

Risse + Wilke Kaltband GmbH & Co. KG Iserlohn

15:00  Dekarbonisierung und die Rolle von Wasserstoff: Florian Lindner und Moritz Voormann, Westenergie

15:45  Potenzielle Wasserstoffanwendungen: Dr. Alexander Banger und Tom Schulte, EON

16:15 Kommunikative Kaffepause mit Thementischen

16:45  H2-Aktivitäten der Enervie Vernetzt: Jürgen Peiler, Geschäftsführer, ENERVIE Vernetzt GmbH

17:00 Herausforderungen für Versorger: Reiner Timmreck, Geschäftsführer, Stadtwerke Iserlohn

17:15  Wasserstoffprojekte in der Praxis und Versorgung für die Region: Dr. Friedhelm Härter, Westnetz

17:45  Zusammenfassung und Ausblick H2 Cluster MK: Sonja Pfaff, GWS MK

anschließend Snacks und Netzwerken

Die Veranstaltung richtet sich ausschließlich an produzierende Unternehmen aus dem Märkischen Kreis und angrenzenden Kommunen. Zielgruppe sind Industriebetriebe, die ihre Prozesswärme aktuell überwiegend mit Erdgas erzeugen. Wir wünschen uns einen vertrauensvollen Austausch und das Anbahnen möglicher Kooperationen bei der Versorgung mit grünem Wasserstoff. Darum behalten wir uns vor, alle Anmeldungen hinsichtlich dieser Ziele zu überprüfen.


4. Wasserstoff-Summit

Der Wasserstoff-Summit ist eine Netzwerkveranstaltung für Entscheider aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Politik. Nach der sehr erfolgreichen Veranstaltung im letzten November in Hagen möchten wir Ihnen auch in diesem Jahr wieder aktuelle Fachinformationen vermitteln und die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch mit zahlreichen Experten und Unternehmensvertretern geben.

3. Wasserstoff-Summit im November 2023 in Hagen

Die Mitglieder der Wasserstoff-Brücke laden Sie zum Wasserstoff-Summit 2024 im Haus Ennepetal, Gasstr. 10, 58256 Ennepetal ganz herzlich ein.

Sie können sich bereits jetzt anmelden, auch wenn wir noch an der Agenda arbeiten. Das Programm wird Ihnen dann automatisch zugemailt.

Moderation: Jessica Westen, ntv

Mitwirkende (wird fortlaufend ergänzt):

Dr. Lars Peter Thiesen Opel/Stellantis
Philipp Rellermeier AVL Schrick 
Nils Grützmacher Mint Hydrogen Germany GmbH
Ulrich Misz ZBT Duisburg
Gesine Rütz Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen
Michael Bösebeck C.D. Wälzholz GmbH & Co. KG

Innovative Perspektiven für die Zukunftstechnologie Wasserstoff

Beim dritten Wasserstoff-Summit ging es um die Erzeugung von H2 sowie verschiedene Einsatzmöglichkeiten in Industrie und Mobilität. Über 100 Teilnehmende kamen nach Hagen.

„Die Energie von morgen ist Wasser, das durch elektrischen Strom zerlegt worden ist.“ Das schrieb Jules Verne in seinem Abenteuerroman „Geheimnisvolle Insel“ – und bereits im Jahr 1875. Was als visionäre Idee begann, wird heute in der Praxis umgesetzt. Beim dritten Wasserstoff-Summit in der Stadthalle Hagen wurden Innovationspotenziale und Anwendungen von hochkarätigen Rednern aus Wirtschaft, Wissenschaft und innovativen Start-ups vorgestellt, alles organisiert vom Netzwerk Wasserstoff-Brücke.

Einen Mix aus Wissenschaft und Praxis brachte der erste von vier Themenblöcke. Dabei referierte Prof. Dr. Peter Britz, Präsident der Hochschule Weserbergland, über „Wasserstoff als Baustein in der Kreislaufwirtschaft“. Dr. Birgitt Bendiek, Geschäftsführerin der ZinQ GmbH, ein Dienstleister für stückverzinkte Oberflächen auf Stahl, berichtete über „H2-Anwendungen im energieintensiven Mittelstand“. Durch die anschließende Panel-Diskussion zur „Bedeutung von Wasserstoff für unseren Standort“ führte Moderatorin Jessika Westen (ntv, WDR). Wichtigste Botschaft von Britz: „Wir brauchen den Wasserstoff günstig und dürfen uns nicht wieder abhängen lassen.“ Dem schloss sich Christoph Brünger (SIHK Hagen) mit einem Appell an: „Geben Sie bei Umfragen des Netzentwicklungsplans an, wie hoch ungefähr der Wasserstoffbedarf sein wird, ansonsten bleibt unsere Region ein weißer Fleck auf der Wasserstoff-Karte.“

Im Themenblock „H2 in der Industrie“ gab zunächst Prof. Dr. Görge Deerberg (FernUniversität Hagen/Fraunhofer-Institut) einen wissenschaftlichen Einblick für „Wasserstoff im Mittelstand“. Dabei sieht er die Chemie- und Stahlindustrie als erste und wichtigste Anwendungsgebiete an. Danach stellten sich die vier Start-ups H2KNOW, NextHeat, PMR-tech und HY.Air kurz mit ihren innovativen Produkten vor.

Einsatz von Wasserstoff in der Region

Bei Brockhaus Hydrogen in Plettenberg wird Wasserstoff bereits gelebt. Wie das funktioniert, stellte Business Development Manager Dr. Harald Bock zu Beginn des dritten Themenblocks „H2 in der Region“ vor. Das Familienunternehmen kommt aus der energieintensiven Stahlherstellung und hat sich mit dem Start-up WEW aus Dortmund zusammengetan und einen Elektrolyseur entwickelt. „Wir haben zurzeit Elektrolyseure tatsächlich verfügbar. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal. Das kann jeder bestätigen, der gerade versucht Angebote einzuholen“, sagte Bock. Er sprach weiter über die verschiedensten Vorteile des Einsatzes der H2-Technologie und über die Zusammenarbeit zwischen einem traditionellen mittelständischen Unternehmen und einem modernen Start-up.

Anschließend informierte Frank Hockelmann (Klimaschutzmanager Kreis Soest) über die Ergebnisse und Weiterentwicklung des HyStarter Projektes im Kreis Soest. Daraus ist das Modellprojekt „Klimaneutrale Zementregion Erwitte und Geseke“ entstanden. Einen Schritt weiter sind bereits die HyExperts in Hagen. Dort gab Nicolas Beneke Einblicke in den aktuellen Stand des integrierten Wasserstoffkonzepts: „Hagen wird Wasserstoff-Nachfrageregion und braucht 2030 voraussichtlich 80.000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr. Im Vergleich benötigt ein H2-LKW zwischen fünf und zehn Tonnen pro Jahr.“ Über das konkrete Projekt „H2HoWi“ referierte Dieter Ewering (Westnetz GmbH). In der Gemeinde Holzwickede (HoWi) fließt erstmals 100 Prozent grüner Wasserstoff durch eine Leitung der öffentlichen Erdgasversorgung. Der Verteilnetzbetreiber hat dazu einen Teil des Erdgasnetzes für den Transport von H2 umgestellt. Drei Unternehmen erzeugen in dem deutschlandweit einmaligen Leuchtturmprojekt außerdem einen Teil der benötigten Wärme.

Wo es möglich war, hat die Schmidt-Kranz Unternehmensgruppe bereits auf Produkte für Wasserstoff umgestellt. Der Technologieführer im Bereich der Hochdrucktechnik hat sich 2022 mit der Gründung der Maximator VETEQ in Iserlohn auf die Entwicklung, Herstellung und Montage hochkomplexer Prüfanlagen für Wasserstoffbehälter aus Kohlefaser und Wasserstoffspeichersysteme im Automobilbereich konzentriert. Geschäftsführer Robin Trompetter schilderte den Stand der Technik in diesem Bereich: „Wir sehen Speicherbehälter als eine Schlüsselkomponente in der Mobilität und arbeiten daran, dass Wasserstoff hier sicher eingesetzt werden kann.“

Einsatz von Wasserstoff in der Mobilität

Weiter ging es mit „H2 in der Mobilität“ im letzten Themenblock. Über den „Weg zum Einsatz von Wasserstoff-LKWs in der eigenen Logistik“ erzählte Otto Uhlhorn (H2 Green Power & Logistics GmbH). Beim finalen Panel „Wasserstoffmobilität“ mit Uhlhorn, Hans-Martin Diederichs (Orosol Mineralölvertrieb GmbH), Johannes Einig (AHE GmbH) und Thorsten Coß (AVU Serviceplus GmbH) war die Quintessenz: „Für Nutzfahrzeuge ist Wasserstoff definitiv ein Thema und wird sich durchsetzen. Im Pkw-Bereich bleibt der Trend weiterhin das E-Auto.“

Nach insgesamt 18 qualitativ hochwertigen Beiträgen nahmen die über 100 Teilnehmenden wertvolle Informationen und Anregungen mit. „Das Feedback war überwältigend. Besonders beeindruckt hat mich das große Interesse der Gäste an wirklich allen Themen, die wir angeboten haben“, zog Sonja Pfaff, Wasserstoff-Expertin bei der GWS, ein Fazit und fügte an: „Es ist inzwischen eine deutliche Aufbruchstimmung zu spüren. Der Funke springt langsam über und immer mehr erkennen die Wichtigkeit des Themas.“

Daher soll es auch im kommenden Jahr einen vierten Wasserstoff-Summit geben, der dann wieder von der Wasserstoff-Brücke organisiert wird.

Bilder (Katrin Wolff)


Save the Date: Veranstaltung für potenzielle Wasserstoff-Großverbraucher im Märkischen Kreis

Gerade die energieintensiven Branchen im Märkischen Kreis (Walzwerke, Schmieden, Gießereien, Drahtzieherein und andere) stehen unter einem hohen Dekarbonisierungsdruck. Nicht alle Prozesse lassen sich elektrifizieren und nicht überall würde das Stromnetz die benötigten Mengen an elektrischer Energie hergeben. Was also können wir tun, um den Industriestandort MK zu sichern?

Wasserstoff könnte die Lösung sein, aber das Kernnetz lässt die vielen Betriebe an der Lenne und ihren Zuflüssen buchstäblich links liegen. Außerdem gibt es viele offene Fragen bezüglich der technologischen Umstellung der Prozesse.

Am 18.1. laden wir darum Betriebe, die aktuell vor genau diesen Herausforderungen stehen, nach Meinerzhagen ein.

Mehr dazu demnächst hier!


Regionale Industrie informiert sich über Wasserstoff als neuen Markt

Regionale Industrie informiert sich über Wasserstoff als neuen Markt

Wasserstoff wird eine Schlüsselrolle in der Energiewende einnehmen – als vielseitiger Energieträger ist er in vielen Sektoren einsetzbar. Aber auch die Systeme, die zur Herstellung von Wasserstoff gebraucht werden, können eine große Chance für die heimische Wirtschaft sein – liegt in den Komponenten doch ein möglicher neuer Markt mit riesigem Potenzial. Wie man Zugang zu diesen Technologien findet, war das Hauptthema bei der Veranstaltung „Wasserstoff: Innovationspfade für den Mittelstand“ in der vergangenen Woche im Automotive Center Südwestfalen (ACS) in Attendorn.

Im Fokus standen dabei insbesondere Brennstoffzellen und Elektrolyseure. Letztere sind ein essenzieller Teil der Wasserstofftechnologie, mit deren Hilfe Wasser in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff aufgespaltet werden kann. Die Marktpotenziale und Möglichkeiten, wie sich der Mittelstand in Südwestfalen diesem Thema nähern kann, wurde in Vorträgen und Gesprächsrunden diskutiert. Die Teilnehmer kamen überwiegend aus dem Märkischen Kreis, aber auch aus den angrenzenden Regionen.

Von der Idee zur Anwendung berichtete Fabian Kapp von der Gräbener Maschinentechnik Gmbh & Co. KG über Technologien für die Fertigung von Bipolarplatten für Brennstoffzellen und Elektrolyseure. In drei Kurzvorträgen wurden anschließend mögliche Innovationspfade für den Einstieg in die Wasserstoff-Branche vorgestellt. So berichtete das ACS aus dem Verbundprojekt „Fertigungskompetenzen Brennstoffzelle“ (FeKoBrez), bei dem die teilweise neuartigen Forderungen an Fertigungsprozesse und Werkstoffe für alternative Antriebskonzepte unter die Lupe genommen wurden.

Brockhaus Hydrogen aus Plettenberg und WEW aus Dortmund gaben Einblicke über den Mehrwert der Zusammenarbeit von Industrie und Start-up bei der grünen Wasserstoffproduktion. Und der Lehrstuhl für Produktionssysteme der Ruhr Universität Bochum stellte das Projekt „H2Giga-FertiRob“ vor, das das Ziel verfolgt, Elektrolyseure zur Wasserstoff-Herstellung in die Serienfertigung zu bringen.

Nach gehaltvollem Input aus den Vorträgen folgte eine kommunikative Kaffeepause, die für die Diskussion von Leitfragen genutzt wurde. Diese waren: Haben Sie konkrete Ideen für Ihren Platz im Wasserstoff-Business? Welche Herausforderungen gibt es für Sie? Was benötigen Sie beziehungsweise welche Unterstützung wünschen Sie sich? In vier Gruppen diskutierten die Gäste, wo ihr Platz in der Wertschöpfungskette sein könnte und wo noch Hemmnisse oder Informationsbedarf besteht. Auf Wunsch der Teilnehmer wurde das Zeitfenster dafür sogar noch verlängert, denn es gab so viel Gesprächsbedarf, dass die Gruppen sich gar nicht trennen wollten. Die Ergebnisse haben die Organisatorinnen Jasmin Graef und Sonja Pfaff, die als Ingenieurinnen bei der Gesellschaft zur Wirtschafts- und Strukturförderung Südwestfalen (GWS) die Technologiethemen bearbeiten und durch die Mitwirkung in unterschiedlichen Projekten auch über die Kreisgrenzen hinaus aktiv sind, als Aufgabenstellungen für ihre Arbeit mitgenommen.

„Wir werden die Fragen der Unternehmen in unserer Veranstaltungsplanung berücksichtigen“, verspricht Sonja Pfaff, die bei der GWS für das Thema Wasserstoff verantwortlich ist und die nächste Veranstaltung schon ankündigt: „Am 16.November findet in Hagen der dritte regionale Wasserstoff-Summit statt.“ Seit zwei Jahren beschäftigt sich die GWS zusammen mit Partnern intensiv mit dem Thema Wasserstoff und bietet regelmäßig Veranstaltungen für weitere Informationen und zur Vernetzung an.

Bild (GWS): v.l. Robert Rauert (WEW), Sonja Pfaff (GWS), Jasmin Graef (GWS), Dr. Harald Bock (Brockhaus), Fabian Kapp (Graebener) und Christoph Stötzel (ACS).


Unternehmensreise Frankreich: Hydrogen Valley Normandie – Wasserstoff in der industriellen Anwendung

Mit der Konzeptidee der "Hydrogen Valleys" soll die Produktion von nachhaltigem Wasserstoff in Europa ausgebaut werden, um u.a. die Dekarbonisierung der Industrie zu ermöglichen. Als führende französische Region für Wasserstoffproduktion ist die Normandie die erste Region in Frankreich mit einer Wasserstoffstrategie, in der es eine Vielzahl an Wasserstoffprojekten in der industriellen Anwendung gibt. Viele von ihnen dienen als Leuchtturmprojekte in Europa. Da der Aufbau von Hydrogen Valleys und damit von Wasserstoffproduktionsstätten in Europa in den kommenden Jahren beschleunigt werden soll, bestehen in der Normandie zahlreiche Möglichkeiten, von den Erfahrungen erfolgreicher Projekte zu profitieren und mögliche Kollaborationen zu erkunden.

Die Reise ermöglicht Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen, sich über Kooperations- und Investitionsmöglichkeiten zu Wasserstoffprojekten in Frankreich auszutauschen. Im Mittelpunkt stehen die Erkundung eines Hydrogen Valley und Besuche von Wasserstoff-Produktionsstätten, um mehr über die individuelle Anwendung von Wasserstoff in der Industrie zu erfahren. Darüber hinaus dient die Reise auch dazu, neue und nachhaltige Geschäftskontakte aufzubauen und die maßgeblichen Akteure des französischen Wasserstoff-Ökosystems besser kennen zu lernen, darunter Multiplikatoren, KMUs, Forschungseinrichtungen und Cluster.

Programm*

Dienstag, 28.11.2023  
  Individuelle Anreise nach Paris
10:30 Uhr Gemeinsame Weiterfahrt nach Rouen
13:00 Uhr Ankunft und Check-in Hotel
14:00 Uhr Gemeinsames Mittagessen
15:00 Uhr Begrüßung durch die lokalen PartnerWorkshop: Vorstellung des Wasserstoff-Ökosystems in der Normandie
Abend Gemeinsames Abendessen in Rouen
Mittwoch, 29.11. 2023  
Vormittag   Fahrt nach Port-Jérôme-Sur-Seine (Wasserstoffprojekte in der industriellen Anwendung)  
Nachmittag/Abend  Deutsch-Französische KonferenzPräsentation zum Hydrogen Valley und zur Wasserstoffstrategie der NormandieNetworking inklusive Stehbuffet mit den wichtigsten Akteuren im Wasserstoffsektor
sowie Vorstellung von Best Practices in Unternehmen
Donnerstag, 30.11.2023  
Vormittag Besichtigung von Wasserstoffprojekten in Vernon
Mittag Gemeinsames Mittagessen
Gegen
14:00 Uhr 
Rückfahrt Vernon – Paris (Gare du Nord)
  Individuelle Rückreise

*Das Programm entspricht dem Stand von Juni 2023 und kann an die Wünsche der Teilnehmenden angepasst werden. Änderungen bleiben vorbehalten.  

Zielgruppe  

  • Anwendungs- und Dienstleistungsunternehmen in der Wasserstoffwertschöpfungskette
  • Firmen, die an Wasserstoffprojekten interessiert sind und an einem Erfahrungsaustausch teilnehmen möchten

Teilnahme  

Maximal 10 Unternehmen können an dieser Markterschließungsmaßnahme teilnehmen. Die Registrierung richtet sich nach dem Eingang der Anmeldung. 

Für Interessentinnen und Interessenten findet Mitte November ein digitales Vorbereitungstreffen bzw. Briefing statt. 

Organisationskosten 

Der Preis für die Teilnahme am Fachprogramm beträgt 250,- Euro zzgl. MwSt. Für eine zweite Person aus einem Unternehmen fallen 125,00 Euro (zzgl. MwSt.) an.
Hierin enthalten ist die Organisation des Programms sowie die im Programm aufgeführten Transfers und Verpflegungen. Die Rechnungsstellung erfolgt durch die NRW.Global Business GmbH. 
Die individuellen Reise-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten trägt jeder Teilnehmende selbst. Empfehlungen zu An- und Abreise und Hotel werden nach erfolgter Anmeldung gerne zur Verfügung gestellt. 

Die Unternehmensreise ist eine Veranstaltung von NRW.Global Business. Fachkoordinator ist die Industrie- und Handelskammer Aachen, unterstützt durch IHK NRW - Die Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-WestfalenDurchgeführt wird diese Reise von der AHK Frankreich. Die Veranstaltung wird gefördert vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen

Anmeldeschluss ist der 09. Oktober 2023.

Mehr Informationen gibt es hier: https://www.nrwglobalbusiness.com/de/aktuelles/termine/details/unternehmensreise-frankreich-hydrogen-valley-normandie-wasserstoff-in-der-industriellen-anwendung#msdynttrid=GuXIxdVDFJW4OXrewlVaRDDEqE1jypG2KNtdKE-Fpyc


Wasserstoff  ist mehr als eine Vision

Exkursion der GWS  zum ZBT und zur Hydroverse Convention zeigt Möglichkeiten für die heimische Industrie auf

Märkischer Kreis – Gerade für energieintensive Branchen, wie sie in der Industrie der südwestfälischen Region mit ihrem Schwerpunkt im Automotive-Bereich verbreitet sind, ist es von essentieller Bedeutung, sich mit alternativen, regenerativen Energien zu befassen, um sich zukunftssicher aufzustellen. Wasserstoff als Energieträger gewinnt dabei immer mehr an Bedeutung. Die Gesellschaft zur Wirtschafts- und Strukturförderung im Märkischen Kreis (GWS) hat sich das Thema schon lange auf die Fahnen geschrieben und hatte jetzt Unternehmen der Region zu einer Exkursion eingeladen, die umfangreiche Gelegenheit bot, sich mit den aktuellen Möglichkeiten und Trends für die Nutzung von Wasserstoff zu befassen. Erstes Ziel war das Zentrum für Brennstoffzellen-Technik (ZBT) in Duisburg. Am Nachmittag ging es dann weiter zur Hydroverse Convention des H2UB in Essen, wo unter anderem start-ups aus ganz Europa innovative Ideen rund um Wasserstoff als Energieträger präsentierten.

Teilnehmer von mehr als 20 Institutionen und Unternehmen aus der Region, vornehmlich dem Märkischen Kreis, nutzten die Gelegenheit, die die GWS mit dieser Exkursion bot. Dabei waren sowohl Automobilzulieferer und Betriebe, die Lösungen für die Kunststoffproduktion entwickeln, als auch Institutionen aus Lehre und Forschung. Beim ZBT liegt der Schwerpunkt in der Nutzung von Wasserstoff als nachhaltigem Energieträger für die Mobilität im Schwerlastverkehr. Dort forschen und beraten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen zu allen Themen rund um Wasserstoff, Brennstoffzellen und Elektrolyseure. Die Exkursionsteilnehmer besichtigten das Testfeld in Duisburg und informierten sich über die Infrastruktur vor allem in Bezug auf Tankmöglichkeiten und Brennstoffzellensysteme für Fahrzeuge.

Bei der Hydroverse Convention im Colosseum Theater in Essen ging es in einigen Redebeiträgen zunächst um technische und auch politische Voraussetzungen, die europaweit notwendig sind, um Wasserstoff als nachhaltigen Energieträger erfolgreich zu etablieren. Anschließend erlebten die Exkursionsteilnehmer Pitches von 14 Start-ups, die ihre Ideen rund um eine effektive Nutzung von Wasserstoff vorstellten. Als Sieger dieses Wettbewerbs ging ein Unternehmen aus Bayern hervor, das eine Plattform entwickelt hat, die es energieintensiven Unternehmen ermöglichen beziehungsweise erleichtern soll, ihre umweltfreundliche Produktion zu zertifizieren.

Am Rande der Exkursion gab es zudem für die Teilnehmer reichlich Gelegenheit zum Kennenlernen und zum Erfahrungsaustausch. Viel Lob gab es für die GWS für die Organisation dieser Veranstaltung, die eine Fülle an Informationen und Anregungen bot. Einig waren sich alle darin, dass die Nutzung von Wasserstoff ein zentraler Baustein für die Energiewende ist.


Meilenstein für grüne Stahlproduktion

Weltweit erste lokal CO2-neutrale Wärmebehandlung mit Wasserstoff bei Bilstein

Das nordrhein-westfälische Unternehmen mit Sitz in Hagen ist vor allem für seinen Präzisionsbandstahl und das Kaltwalzen bekannt. Dabei handelt es sich um einen Umformprozess, bei dem das Vormaterial – ein warmgewalztes Stahlband – schrittweise in seiner Dicke reduziert und damit weiter verfestigt wird. Um die Verformbarkeit wieder zurückzugewinnen, erhält das Material anschließend eine Wärmebehandlung in einer sogenannten Haubenglühe. Hier werden mehrere Coils Kaltband unter einer Heizhaube gestapelt und auf Temperaturen zwischen 500 und 800 Grad Celsius erhitzt. Dieser als „Glühreise“ bezeichnete Vorgang kann je nach gewünschten Materialeigenschaften mehrere Tage dauern. In der Regel findet das unter Verwendung von Erdgas statt, der nun durch Wasserstoff ersetzt werden konnte.

Hohes Einsparpotenzial von CO2

„Wasserstoff spielt bei der Dekarbonisierung eine tragende Rolle, weil der Energieträger in einer Vielzahl industrieller Prozesse eingesetzt werden kann“, betont Dirk Leuer, Leiter Regionalvertrieb Mitte bei Westfalen. „Wir freuen uns, dass wir die Bilstein Group bei dem Pilotprojekt unterstützen und so die Tür zu einer zunehmenden Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen weiter öffnen konnten.“

Foto (Markus Steur, Bilstein Group): In der Spitze strömten pro Stunde über 600 m³ Wasserstoff in das hochmoderne Werk der Bilstein Group.
Foto (Markus Steur, Bilstein Group): In der Spitze strömten pro Stunde über 600 m³ Wasserstoff in das hochmoderne Werk der Bilstein Group.

Bei dem Versuch, dem zwei Jahre Forschungs- und Entwicklungsarbeit vorausgingen, wurde eine Heizhaube mit elf Brennern und 1.800 kW Wärmeleistung von Erdgas- auf Wasserstoffbetrieb umgestellt – und das ohne Leistungseinbußen. Statt CO2 kam aus dem Schornstein lediglich Wasserdampf. Christian Hagenkord, Leiter Nachhaltigkeitsprojekte und Energieversorgung bei der Bilstein Group, über den Erfolg: „Vom Zünden der Brenner bis zum Ende des Prozesses haben wir kein einziges Gramm Erdgas verbrannt und hervorragende Prozessparameter erzielt. So konnten wir allein bei diesem Versuch lokal rund 3.700 kg CO2 einsparen.“ Auf ein ganzes Jahr gerechnet ergebe sich so bei einer Produktionsmenge von 500.000 Tonnen Kaltband ein Einsparpotenzial von etwa 25.000 Tonnen CO2 – eine Menge, die in Deutschland rund 2.300 Menschen jährlich verbrauchen.

H2-ready in eine klimafreundliche Zukunft

Da der volumetrische Heizwert von Wasserstoff nur ein Drittel des Heizwerts von Erdgas beträgt, kamen im Rahmen des Versuchs statt 1.870 m³ Erdgas rund 5.600 m³ Wasserstoff zum Einsatz, um die etwa 100 Tonnen Kaltband über mehrere Stunden bei 710 Grad zu glühen. Stefan Rödl, Kundenberater Gase bei Westfalen, erläutert: „Das ist zwar eine recht große Menge, doch aufgrund einer sehr guten Planung konnten wir den Wasserstoff in einem entsprechenden Trailer bereitstellen, der so direkt in die Rohrleitungssysteme der Haubenglühe geleitet werden konnte.“ In der Spitze strömten pro Stunde über 600 m³ Wasserstoff direkt aus dem Trailer in das Werk der Bilstein Group.

Noch sind die Produktionskapazitäten für klimafreundlichen grünen Wasserstoff in und um Europa nicht groß genug, um die Industrie ausreichend versorgen zu können. Doch das Pilotprojekt zeigt: Wasserstoff stellt auch in der Stahlverarbeitung einen zukunftsfähigen Energieträger dar. Und so erklärt der technische Geschäftsführer der Bilstein Group, Michael Ullrich, auch das Ziel für Bilstein: „Wir wollen ‚H2-ready‘ sein, sobald der erste grüne Wasserstoff hier bei uns im Lennetal ankommt.“

Über die BILSTEIN GROUP

Die familiengeführte BILSTEIN GROUP bündelt umfangreiche internationale Expertise in der Herstellung und dem Vertrieb von technischen Lösungen aus kaltgewalztem Bandstahl. Durch die klare strategische und technische Ausrichtung an den Bedürfnissen unserer Kunden ist die BILSTEIN GROUP zu einem der stärksten internationalen Partner der Automobil- und verarbeitenden Industrie im Bereich Präzisionsbandstahl geworden. Zur BILSTEIN GROUP gehören die Produktionsunternehmen BILSTEIN (DE), HUGO VOGELSANG (DE), BILSTEIN CEE (CZ) und BILSTEIN COLD ROLLED STEEL (USA). Als Familienunternehmen sind wir fairen und langfristigen Partnerschaften mit unseren Kunden, Mitarbeitern und Partnern verpflichtet. Seit 1911 sorgen wir mit modernster Anlagentechnik und zukunftsweisenden Fertigungsprozessen bis hin zur Entwicklung des CO2-neutralen Kaltbandes für kompromisslose Nachhaltigkeit – hocheffizient und mit dem Blick für das Wesentliche: das Kaltband von morgen.

Quelle: https://www.westfalen.com/de/de/unternehmen-jobs/newsroom/news-stories/detailansicht/item/meilenstein-fuer-gruene-stahlproduktion


DEUTZ macht nächsten Schritt für Serienproduktion von Wasserstoffmotoren

Wichtiger Schritt auf dem Weg zur Serienproduktion von Wasserstoffmotoren im Nutzfahrzeugsektor: DEUTZ setzt bei seinen Wasserstoffmotoren künftig auf Komponenten von MAHLE. Der Automobilzulieferer erhält einen Serienauftrag für die Entwicklung und Lieferung von Power Cell Units, die erstmals in die Ende 2024 auf den Markt kommenden Serienmotoren eingebaut werden sollen. Die DEUTZ-Motoren werden zuerst in stationären Anwendungen wie Generatoren verbaut, perspektivisch sollen diese Motoren auch in mobilen Anwendungen eingesetzt werden.

Dr. Sebastian C. Schulte, Vorstandsvorsitzender von DEUTZ: „Um die Welt in Bewegung zu halten, brauchen wir verschiedene technologische Optionen. Wie ein klimaneutraler Bagger oder Mähdrescher aussehen wird, ist noch offen. Für Motoren, die ständig im Einsatz sind und große Lasten bewegen, sind mehrere Optionen möglich. Eine davon ist der Wasserstoffmotor. Unsere erfolgreichen Pilotprojekte zeigen das Potenzial im Nutzfahrzeugbereich. Mit MAHLE haben wir nun einen starken Partner, der uns dabei hilft, Ende 2024 in die Serienproduktion unserer Wasserstoffmotoren einzusteigen.“

Das Konzept des Wasserstoffmotors basiert auf der klassischen Verbrennungsmotoren-Technologie. Statt mit fossilen Kraftstoffen, wird dieser Motor mit Wasserstoff betankt. Da bei der Verbrennung von Wasserstoff kein CO2 entsteht, erfüllt der Motor die EU Vorgaben für „Zero Emission“.

MAHLE arbeitet bereits seit Jahren an Komponenten für Wasserstoffmotoren und profitiert dabei von seinem umfangreichen Know-how für Verbrennungsmotoren und alternative Kraftstoffe. Bei den Power Cell Units handelt es sich um Einheiten aus Kolben, Ringpaket und Bolzen, die der Stuttgarter Technologiekonzern aus der klassischen Dieseltechnologie adaptiert und weiterentwickelt hat. Die Zuverlässigkeit der Komponenten wurde bereits umfangreich im eigenen Prüfzentrum für Wasserstoff-Anwendungen geprüft.

„Wir sehen Wasserstoff als wichtigen Baustein für eine nachhaltige Mobilität besonders im Nutzfahrzeugsektor. Dieses Projekt mit DEUTZ ist ein Meilenstein mit Leuchtturmeffekt, denn es zeigt, dass es neben der Elektrifizierung weitere technologische Hebel gibt, Klimaneutralität zu erreichen“, sagt Arnd Franz, Vorsitzender der MAHLE Konzern-Geschäftsführung und CEO.

Beide Konzerne eint die Überzeugung, dass die Umgestaltung der Mobilität nur mit Innovationskraft und Technologieoffenheit gelingt. Mit der klimaneutralen Weiterentwicklung der Verbrennungsmotoren-Technologie durch Einsatz von Wasserstoff werden die Potenziale aller verfügbaren Antriebstechnologien genutzt.

Quelle: https://www.deutz.com/media/pressemitteilungen/deutz-macht-naechsten-schritt-fuer-serienproduktion-von-wasserstoffmotoren