online: H2UB als Open Innovation Plattform

online: H2UB – die Open Innovation Plattform für die komplette Wasserstoff-Wertschöpfungskette

Die Zusammenarbeit zwischen Start-ups und dem etablierten Mittelstand ist ein großer Erfolgsfaktor für die Beschleunigung der Entwicklung und Einführung von Wasserstofftechnologien.

Start-ups bringen oft innovative Ideen, Agilität und technologisches Spezialistenwissen mit sich, während der Mittelstand über etablierte Ressourcen, Branchenkenntnisse und Vertriebsnetzwerke verfügen. Diese Synergie kann dazu beitragen, die Lücke zwischen Forschung und Markt zu schließen und die Wasserstoffwirtschaft voranzutreiben.

Das H2UB in Essen konzentriert seit mehreren Jahren internationale Wassestoff-Start-ups und vernetzt sie mit etablierten Unternehmen.

Dr. Aljoscha Frede errzählt in unserer online-Veranstaltung, wie das H2UB als als europäische Open Innovation Platform für die gesamte Wasserstoff-Wertschöpfungskette fungiert und bringt einige Beispiele erfolgreicher Projekte zwischen Mittelständlern und Start-ups mit. Außerdem stellt er ein neues Beratungsangebot insbesondere für KMU vor.

Hier können Sie sich anmelden:


cH₂ance Innovationsrunde Wasserstoffmobilität

cH₂ance Innovationsrunde Wasserstoffmobilität

Die Energiewende lässt sich nicht ohne Wasserstoff und Strom aus erneuerbaren Energien umsetzen. Renommierte Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft durchleuchten die nationale Wasserstoff-Strategie und skizzieren wesentliche Stufen der Wertschöpfungskette, von der Erzeugung bis in den Tank. Nutzen Sie die Möglichkeit für diesen hochkarätigen Austausch. Tauschen Sie sich mit beteiligten Unternehmen und Verbänden aus und erweitern Sie Ihr Netzwerk in entspannter Atmosphäre.

Auf der von Grant Thornton organisierten Veranstaltung stellt sich der vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWK) geförderte Nationale Transformations-Hub cH₂ance vor. cH₂ance ist mit dem Netzwerkformat der „Innovationsrunde Wasserstoffmobilität“ zu Gast bei Grant Thornton. Das Hub unterstützt den Markthochlauf der Wasserstoffmobilität in Deutschland.

Agenda

14:30 Uhr Eintreffen: Meet & Greet mit Kaffee und Gebäck
15:00 Uhr Eröffnung der Veranstaltung:

  • Begrüßung, Christina Busch, Standortleitung Düsseldorf, Grant Thornton AG
  • Ing. Karin Arnold, Co-Leiterin des Forschungsbereichs Systeme und Infrastrukturen, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH
  • Vorstellung des Bundesprojektes cH₂ance, Hanno Rademacher, Projektleiter cH₂ance
  • Impuls Frau Birte Sönnichsen, Senior Analyst Wasserstoff-Marktwirtschaft, Deutscher Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband e.V. (DWV)
  • Impuls „Nachhaltigkeit in der Mobilitätsbranche“, Dr. Stefan Hannen, Senior Manager, Grant Thornton AG
16:00 Uhr Coffee Break
16:15 Uhr Impulse von Gastspeakern

  • Frank Huster, Hauptgeschäftsführer, DSLV Bundesverband Spedition und Logistik e.V.
  • Markus Wolf, Finance Director, Jet H₂ Energy Germany GmbH
  • Ing. Bernd Pitschak, Senior Director – Government Relations, Cummins Inc.
  • Lennard Julius Radtke, Project Lead Hydrogen, BayWa Power Liquids GmbH
  • Ringo Uhlendorf, Senior Manager of Product Development, Rheinmetall Automotive AG
  • Jörg Debus, Energy Transition Advisor, Shell Deutschland GmbH
  • Georg Zembacher, Head of Technology Innovation, TOYOTA TSUSHO NEXTY ELECTRONICS EUROPE GmbH
Panel/Q&A
18:00 Uhr Ausklang und Networking
Moderation: Monika Kocks, automotiveland.nrw e. V.

Anmeldung: https://www.grantthornton.de/event/2023–11-21-wasserstoff-von-der-erzeugung-bis-in-den-tank/


Regionale Industrie informiert sich über Wasserstoff als neuen Markt

Regionale Industrie informiert sich über Wasserstoff als neuen Markt

Wasserstoff wird eine Schlüsselrolle in der Energiewende einnehmen – als vielseitiger Energieträger ist er in vielen Sektoren einsetzbar. Aber auch die Systeme, die zur Herstellung von Wasserstoff gebraucht werden, können eine große Chance für die heimische Wirtschaft sein – liegt in den Komponenten doch ein möglicher neuer Markt mit riesigem Potenzial. Wie man Zugang zu diesen Technologien findet, war das Hauptthema bei der Veranstaltung „Wasserstoff: Innovationspfade für den Mittelstand“ in der vergangenen Woche im Automotive Center Südwestfalen (ACS) in Attendorn.

Im Fokus standen dabei insbesondere Brennstoffzellen und Elektrolyseure. Letztere sind ein essenzieller Teil der Wasserstofftechnologie, mit deren Hilfe Wasser in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff aufgespaltet werden kann. Die Marktpotenziale und Möglichkeiten, wie sich der Mittelstand in Südwestfalen diesem Thema nähern kann, wurde in Vorträgen und Gesprächsrunden diskutiert. Die Teilnehmer kamen überwiegend aus dem Märkischen Kreis, aber auch aus den angrenzenden Regionen.

Von der Idee zur Anwendung berichtete Fabian Kapp von der Gräbener Maschinentechnik Gmbh & Co. KG über Technologien für die Fertigung von Bipolarplatten für Brennstoffzellen und Elektrolyseure. In drei Kurzvorträgen wurden anschließend mögliche Innovationspfade für den Einstieg in die Wasserstoff-Branche vorgestellt. So berichtete das ACS aus dem Verbundprojekt „Fertigungskompetenzen Brennstoffzelle“ (FeKoBrez), bei dem die teilweise neuartigen Forderungen an Fertigungsprozesse und Werkstoffe für alternative Antriebskonzepte unter die Lupe genommen wurden.

Brockhaus Hydrogen aus Plettenberg und WEW aus Dortmund gaben Einblicke über den Mehrwert der Zusammenarbeit von Industrie und Start-up bei der grünen Wasserstoffproduktion. Und der Lehrstuhl für Produktionssysteme der Ruhr Universität Bochum stellte das Projekt „H2Giga-FertiRob“ vor, das das Ziel verfolgt, Elektrolyseure zur Wasserstoff-Herstellung in die Serienfertigung zu bringen.

Nach gehaltvollem Input aus den Vorträgen folgte eine kommunikative Kaffeepause, die für die Diskussion von Leitfragen genutzt wurde. Diese waren: Haben Sie konkrete Ideen für Ihren Platz im Wasserstoff-Business? Welche Herausforderungen gibt es für Sie? Was benötigen Sie beziehungsweise welche Unterstützung wünschen Sie sich? In vier Gruppen diskutierten die Gäste, wo ihr Platz in der Wertschöpfungskette sein könnte und wo noch Hemmnisse oder Informationsbedarf besteht. Auf Wunsch der Teilnehmer wurde das Zeitfenster dafür sogar noch verlängert, denn es gab so viel Gesprächsbedarf, dass die Gruppen sich gar nicht trennen wollten. Die Ergebnisse haben die Organisatorinnen Jasmin Graef und Sonja Pfaff, die als Ingenieurinnen bei der Gesellschaft zur Wirtschafts- und Strukturförderung Südwestfalen (GWS) die Technologiethemen bearbeiten und durch die Mitwirkung in unterschiedlichen Projekten auch über die Kreisgrenzen hinaus aktiv sind, als Aufgabenstellungen für ihre Arbeit mitgenommen.

„Wir werden die Fragen der Unternehmen in unserer Veranstaltungsplanung berücksichtigen“, verspricht Sonja Pfaff, die bei der GWS für das Thema Wasserstoff verantwortlich ist und die nächste Veranstaltung schon ankündigt: „Am 16.November findet in Hagen der dritte regionale Wasserstoff-Summit statt.“ Seit zwei Jahren beschäftigt sich die GWS zusammen mit Partnern intensiv mit dem Thema Wasserstoff und bietet regelmäßig Veranstaltungen für weitere Informationen und zur Vernetzung an.

Bild (GWS): v.l. Robert Rauert (WEW), Sonja Pfaff (GWS), Jasmin Graef (GWS), Dr. Harald Bock (Brockhaus), Fabian Kapp (Graebener) und Christoph Stötzel (ACS).


Mit einem Zehntel der Kosten zur Energiewende: Zink-Batterie hat doppelten Wirkungsgrad und produziert Wasserstoff

25. Juli 2023

Auch im Winter mit Solarstrom heizen – mit der Energiewende soll eine klimaverträgliche Zukunft gesichert werden. Solang jedoch effiziente Speichertechnologien fehlen, bleibt die Abkehr von fossilen Energieträgern eine Herausforderung. Ein deutsches Forschungskonsortium unter der Leitung des Fraunhofer IZM setzt genau hier an und entwickelt eine neuartige und kostengünstige Zink-Batterie, die nicht nur als Langzeitspeicher von Energie, sondern auch zur Wasserstoffproduktion genutzt werden kann. Erste Tests weisen einen Wirkungsgrad von 50% zur Stromspeicherung und 80% zur Wasserstofferzeugung bei einer prognostizierten Lebensdauer von zehn Jahren aus. In einer Kombination aus Grundlagenforschung und Entwicklung eines Demonstrators werden im Projekt Zn-H2 die Weichen für eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende gestellt.

Zn2H2 - Energiekreislauf  - Schema
© Zn2H2 GmbHDas Zink-Wasserstoff Speichersystem kann zu einem Zehntel der Kosten von Lithium-Batterien produziert werden und speist bedarfsgerecht Wasserstoff in den Energiekreislauf.

Die Energiewende stellt Deutschland vor große Herausforderungen, insbesondere wenn es um die Speicherung grüner Energie geht. Während erneuerbare Quellen wie die Wind- und Sonnenenergie immer wirtschaftlicher werden, fehlt es bisher an kostengünstigen und effizienten Speichertechnologien, die das gesamte Land über längere Zeit mit grüner Energie versorgen könnten. Zudem entstehen durch die fluktuierende Natur von Wind- und Sonnenenergie Schwankungen in der Stromerzeugung, so genannte Dunkelpausen, die aktuell durch den Einsatz konventioneller Kraftwerke ausgeglichen werden müssen. Das führt dazu, dass eine doppelte, energieaufwändige Infrastruktur dauerhaft instandgehalten werden muss, fossile Brennstoffe weiterhin eine wichtige Rolle spielen und damit die Umstellung auf erneuerbare Energien erschwert wird.

Ein Konsortium aus Forschungseinrichtungen und den Firmen Zn2H2 GmbH und Steel PRO Maschinenbau GmbH setzt im Projekt Zn-H2 auf innovative Lösungen, grüne Energie zu speichern. Die Vision ist es, eine langlebige Batterie aufzubauen, die explizit für eine Langzeitspeicherung geeignet ist: Ausgehend von bereits bekannten Lösungen im Batteriebereich mit Zink-Anode kombinieren die Forschenden diese Technologie mit der alkalischen Wasser-Elektrolyse und entwickeln eine neuartige Speichertechnologie. Anders als herkömmliche Lithium-Akkus sind Zink-Speicher nämlich wesentlich kostengünstiger, und verwenden leicht verfügbare Rohstoffe (Stahl, Zink, Kaliumhydroxid) und sind recycelbar. Ein weiterer Clou: Sie ermöglichen die bedarfsgerechte Produktion von Wasserstoff. Schlussendlich sollen also elektrisch aufladbare Wasserstoffspeicher entwickelt werden, die Energie in Form von metallischem Zink speichern und bedarfsgerecht Elektrizität und Wasserstoff bereitstellen.

Dr. Robert Hahn vom Fraunhofer IZM koordiniert das Projekt und erklärt, was auf chemischer Ebene in der Batterie passiert: „Während des Aufladens oxidiert Wasser in der Batterie zu Sauerstoff, gleichzeitig wird Zinkoxid zu metallischem Zink reduziert. Bei der bedarfsgerechten Entladung der Speicherzelle wird das Zink wieder in Zinkoxid umgewandelt. Das Wasser wird wiederum reduziert, so dass Wasserstoff erzeugt und freigesetzt wird.
Es entsteht eine einzigartige Kombination aus Batterie und Wasserstoff-Herstellung mit einem Gesamtwirkungsgrad der Stromspeicherung von 50%, womit wir die alternative und zurzeit favorisierte Power-to-Gas-Technologie doppelt übertreffen“. Da die Materialkosten weniger als ein Zehntel eines Lithium-Akkus betragen, eröffnet sich hier eine wirtschaftlich attraktive Perspektive zur Speicherung grüner Energie.

Im Labor konnten die Forschenden das Grundprinzip des neuen Systems bereits unter Beweis stellen und untersuchten anhand von Einzelzellen Wirkungsgrade und die Stabilität der Ladezyklen. Nun steht der nächste Schritt an: Bis zum Jahresende soll ein Demonstrator entstehen, dessen Betriebsführung in einem Teststand erforscht wird. Final sollen acht Zellen mit einer Kapazität von circa 12 Volt und 50 Ampere-Stunden elektrisch verbunden werden. Als kostengünstige Produktionstechnik für die großflächige Herstellung des bifunktionalen Katalysators, an dem abwechselnd Wassersoff und Sauerstoff entsteht, demonstrieren die Forschenden die galvanische Abscheidung: Vorab wird mit Tests die Reproduzierbarkeit der Abscheidung untersucht.

Das Team am Fraunhofer IZM in Berlin ist verantwortlich für die Auslegung des Demonstrators, den Aufbau eines Teststands und die Durchführung der Zuverlässigkeitstests. Da diese Art von Zink-Wasserstoff-Speichern bisher einmalig ist, musste auch eine entsprechende Testumgebung entwickelt werden. Dafür wird eine hochpräzise intelligente Steuerung entwickelt, mit der unterschiedliche Parameter angepasst und optimiert werden können.

Die Crux dabei war es, die Ladeparameter so anzupassen, dass über mehrere Tausend Zyklen ein stabiler Betrieb möglich ist.  Bisher gibt es keine andere aufladbare Zink-Batterie, in der eine derartig große Langzeit- und Zyklenstabilität gezeigt werden konnte, da zumeist die Gefahr von Kurzschlüssen durch Zink-Dendriten oder schaumartige Zink-Abscheidung besteht.

Die ersten Tests an Einzelzellen weisen bereits große Erfolge auf: Bei einer realistischen Nutzung in jahreszeitbedingten Dunkelpausen, aber auch bei der täglichen Nutzung als Solarspeicher haben die preiswerten Katalysatoren eine Lebensdauer, welche einen Betrieb von mehr als zehn Jahren erlauben würden. Bis zur finalen Industrietauglichkeit muss das System zwar noch einige Etappen des Up-Scaling durchlaufen, bereits jetzt hat die im Projekt assoziierte Firma Zn2H2 aber schon Patente angemeldet. Damit ebnen sie und das gesamte Forschungskonsortium den Weg für innovative Lösungen der Energiespeicherung und Herstellung von Wasserstoff für die Ära der Energiewende.

Das Projekt Zn-H2 wird unter der Fördernummer 03SF0630A vom BMBF gefördert und läuft noch bis September 2025. Am Projekt beteiligt sind: Zn2H2 GmbH, Steel PRO Maschinenbau GmbH, Fraunhofer IFAM, Technische Universität Berlin, Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft und das Fraunhofer IZM.

(Text: Olga Putsykina)

Mehr Informationen finden Sie unter: https://zn2h2.com/


Unternehmensreise Frankreich: Hydrogen Valley Normandie – Wasserstoff in der industriellen Anwendung

Mit der Konzeptidee der "Hydrogen Valleys" soll die Produktion von nachhaltigem Wasserstoff in Europa ausgebaut werden, um u.a. die Dekarbonisierung der Industrie zu ermöglichen. Als führende französische Region für Wasserstoffproduktion ist die Normandie die erste Region in Frankreich mit einer Wasserstoffstrategie, in der es eine Vielzahl an Wasserstoffprojekten in der industriellen Anwendung gibt. Viele von ihnen dienen als Leuchtturmprojekte in Europa. Da der Aufbau von Hydrogen Valleys und damit von Wasserstoffproduktionsstätten in Europa in den kommenden Jahren beschleunigt werden soll, bestehen in der Normandie zahlreiche Möglichkeiten, von den Erfahrungen erfolgreicher Projekte zu profitieren und mögliche Kollaborationen zu erkunden.

Die Reise ermöglicht Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen, sich über Kooperations- und Investitionsmöglichkeiten zu Wasserstoffprojekten in Frankreich auszutauschen. Im Mittelpunkt stehen die Erkundung eines Hydrogen Valley und Besuche von Wasserstoff-Produktionsstätten, um mehr über die individuelle Anwendung von Wasserstoff in der Industrie zu erfahren. Darüber hinaus dient die Reise auch dazu, neue und nachhaltige Geschäftskontakte aufzubauen und die maßgeblichen Akteure des französischen Wasserstoff-Ökosystems besser kennen zu lernen, darunter Multiplikatoren, KMUs, Forschungseinrichtungen und Cluster.

Programm*

Dienstag, 28.11.2023  
  Individuelle Anreise nach Paris
10:30 Uhr Gemeinsame Weiterfahrt nach Rouen
13:00 Uhr Ankunft und Check-in Hotel
14:00 Uhr Gemeinsames Mittagessen
15:00 Uhr Begrüßung durch die lokalen PartnerWorkshop: Vorstellung des Wasserstoff-Ökosystems in der Normandie
Abend Gemeinsames Abendessen in Rouen
Mittwoch, 29.11. 2023  
Vormittag   Fahrt nach Port-Jérôme-Sur-Seine (Wasserstoffprojekte in der industriellen Anwendung)  
Nachmittag/Abend  Deutsch-Französische KonferenzPräsentation zum Hydrogen Valley und zur Wasserstoffstrategie der NormandieNetworking inklusive Stehbuffet mit den wichtigsten Akteuren im Wasserstoffsektor
sowie Vorstellung von Best Practices in Unternehmen
Donnerstag, 30.11.2023  
Vormittag Besichtigung von Wasserstoffprojekten in Vernon
Mittag Gemeinsames Mittagessen
Gegen
14:00 Uhr 
Rückfahrt Vernon – Paris (Gare du Nord)
  Individuelle Rückreise

*Das Programm entspricht dem Stand von Juni 2023 und kann an die Wünsche der Teilnehmenden angepasst werden. Änderungen bleiben vorbehalten.  

Zielgruppe  

  • Anwendungs- und Dienstleistungsunternehmen in der Wasserstoffwertschöpfungskette
  • Firmen, die an Wasserstoffprojekten interessiert sind und an einem Erfahrungsaustausch teilnehmen möchten

Teilnahme  

Maximal 10 Unternehmen können an dieser Markterschließungsmaßnahme teilnehmen. Die Registrierung richtet sich nach dem Eingang der Anmeldung. 

Für Interessentinnen und Interessenten findet Mitte November ein digitales Vorbereitungstreffen bzw. Briefing statt. 

Organisationskosten 

Der Preis für die Teilnahme am Fachprogramm beträgt 250,- Euro zzgl. MwSt. Für eine zweite Person aus einem Unternehmen fallen 125,00 Euro (zzgl. MwSt.) an.
Hierin enthalten ist die Organisation des Programms sowie die im Programm aufgeführten Transfers und Verpflegungen. Die Rechnungsstellung erfolgt durch die NRW.Global Business GmbH. 
Die individuellen Reise-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten trägt jeder Teilnehmende selbst. Empfehlungen zu An- und Abreise und Hotel werden nach erfolgter Anmeldung gerne zur Verfügung gestellt. 

Die Unternehmensreise ist eine Veranstaltung von NRW.Global Business. Fachkoordinator ist die Industrie- und Handelskammer Aachen, unterstützt durch IHK NRW - Die Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-WestfalenDurchgeführt wird diese Reise von der AHK Frankreich. Die Veranstaltung wird gefördert vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen

Anmeldeschluss ist der 09. Oktober 2023.

Mehr Informationen gibt es hier: https://www.nrwglobalbusiness.com/de/aktuelles/termine/details/unternehmensreise-frankreich-hydrogen-valley-normandie-wasserstoff-in-der-industriellen-anwendung#msdynttrid=GuXIxdVDFJW4OXrewlVaRDDEqE1jypG2KNtdKE-Fpyc


HYDROVERSE CONVENTION holt 350 Expertinnen aus der Wasserstoff- Wirtschaft nach Essen

Rund 350 Besucherinnen aus dem In- und Ausland kamen zur ersten HYDROVERSE CONVENTION am 20. Juni ins Colosseum Theater nach Essen.

Start-ups und die Entwicklung des Wasserstoffmarktes standen im Fokus. Das Event bot der europäischen Wasserstoff-Branche ein umfassendes Programm mit 12 Pitches, einer Start-up Expo mit 20 Ausstellern, 7 Speakerinnen, einer Keynote sowie zwei Panels.

Wasserstoff-Pitches und Podiumsdiskussionen

Maßgeblich gestalteten das Programm die mehr als 30 Wasserstoff Start-ups aus Europa und Israel, die auf der Bühne und in der Start-up Expo Impulse zu aktuellen Entwicklungen und Technologien gaben. In zwei Podiumsdiskussionen teilten Expertinnen ihre Erfahrungen zum Hochlauf der Wasserstoff-Wirtschaft, darunter Jorgo Chatzimarkakis, Geschäftsführer von Hydrogen Europe und Dr. Gokce Mete, Gründerin des Netzwerks „Women in Green Hydrogen“.

Im Publikum waren zahlreiche Entscheiderinnen aus Unternehmen, die im Bereich Wasserstoff tätig sind, Interesse an der Zusammenarbeit mit Start-ups haben oder sich über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Energieträgers informierten.

Keynote von Breakthrough Energy

In seiner Keynote zu Beginn der Veranstaltung stellte Philipp Offenberg, Senior Manager Europe von Breakthrough Energy Europe, eine von Bill Gates gegründete Initiative, die Finanzierung und Umsetzung zahlreicher angekündigter Wasserstoffprojekte in den Mittelpunkt. Hier klafft eine große Lücke zwischen ambitionierten Zielsetzungen und konkret finanzierten Projekten. Jorgo Chatzimarkakis von Hydrogen Europe ergänzte die Forderungen von Philipp Offenberg um die Notwendigkeit einfacher, transparenter und mutigerer europäischer Regelungen. In zwei Panels wurde angeregt diskutiert, wie die grüne Energiewende beschleunigt werden kann, welche Rolle Risikokapital spielt und wie europäische Start-ups aktiv am Markthochlauf mitwirken können.

Point Twelve gewinnt „HYDROVERSE CONVENTION Award”

Als Finale der Veranstaltung überreichte Geschäftsführer Uwe Kerkmann gemeinsam mit Vertretern der H2UB Gesellschafter OGE, RAG Stiftung, TÜV SÜD und DLR dem besten Pitch des Tages den „HYDROVERSE CONVENTION Award“. Die Gewinnerin Flore de Durfort von Point Twelve überzeugte die sechsköpfige Jury mit ihrer Software, die es Produzentinnen ermöglicht, die Herkunft von Wasserstoff einfach zurückzuverfolgen, Kohlenstoffemissionen zu quantifizieren und hierfür staatlich anerkannte Zertifikate zu erhalten. Bewertet wurde in den Kategorien Umsetzungs-, Team- und Präsentationsqualität sowie Einfluss auf die H2-Wirtschaft.

„Der Zuspruch für unsere Veranstaltung hat das ganze Team, das mit viel Leidenschaft und Energie auf die HYDROVERSE CONVENTION hingearbeitet hat, überwältigt“, sagte Uwe Kerkmann, Geschäftsführer des H2UB. „Wir verstehen die starke Nachfrage als Zeichen, dass wir mit unserer Mission, Wasserstoff-Start-ups gezielt mit Akteurinnen der Branche zu vernetzen, genau richtig unterwegs sind. Die Stars unseres Programms waren deshalb auch unsere mehr als 30 Start-ups aus ganz Europa und Israel. Zu den Speakerinnen zählten Wasserstoff-Expertinnen ebenso wie Entscheiderinnen aus Unternehmen und Investor*innen aus der Energie- und Nachhaltigkeitsbranche. Diese Mischung und Bandbreite macht die HYDROVERSE
CONVENTION in Europa einzigartig.


Meilenstein für grüne Stahlproduktion

Weltweit erste lokal CO2-neutrale Wärmebehandlung mit Wasserstoff bei Bilstein

Das nordrhein-westfälische Unternehmen mit Sitz in Hagen ist vor allem für seinen Präzisionsbandstahl und das Kaltwalzen bekannt. Dabei handelt es sich um einen Umformprozess, bei dem das Vormaterial – ein warmgewalztes Stahlband – schrittweise in seiner Dicke reduziert und damit weiter verfestigt wird. Um die Verformbarkeit wieder zurückzugewinnen, erhält das Material anschließend eine Wärmebehandlung in einer sogenannten Haubenglühe. Hier werden mehrere Coils Kaltband unter einer Heizhaube gestapelt und auf Temperaturen zwischen 500 und 800 Grad Celsius erhitzt. Dieser als „Glühreise“ bezeichnete Vorgang kann je nach gewünschten Materialeigenschaften mehrere Tage dauern. In der Regel findet das unter Verwendung von Erdgas statt, der nun durch Wasserstoff ersetzt werden konnte.

Hohes Einsparpotenzial von CO2

„Wasserstoff spielt bei der Dekarbonisierung eine tragende Rolle, weil der Energieträger in einer Vielzahl industrieller Prozesse eingesetzt werden kann“, betont Dirk Leuer, Leiter Regionalvertrieb Mitte bei Westfalen. „Wir freuen uns, dass wir die Bilstein Group bei dem Pilotprojekt unterstützen und so die Tür zu einer zunehmenden Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen weiter öffnen konnten.“

Foto (Markus Steur, Bilstein Group): In der Spitze strömten pro Stunde über 600 m³ Wasserstoff in das hochmoderne Werk der Bilstein Group.
Foto (Markus Steur, Bilstein Group): In der Spitze strömten pro Stunde über 600 m³ Wasserstoff in das hochmoderne Werk der Bilstein Group.

Bei dem Versuch, dem zwei Jahre Forschungs- und Entwicklungsarbeit vorausgingen, wurde eine Heizhaube mit elf Brennern und 1.800 kW Wärmeleistung von Erdgas- auf Wasserstoffbetrieb umgestellt – und das ohne Leistungseinbußen. Statt CO2 kam aus dem Schornstein lediglich Wasserdampf. Christian Hagenkord, Leiter Nachhaltigkeitsprojekte und Energieversorgung bei der Bilstein Group, über den Erfolg: „Vom Zünden der Brenner bis zum Ende des Prozesses haben wir kein einziges Gramm Erdgas verbrannt und hervorragende Prozessparameter erzielt. So konnten wir allein bei diesem Versuch lokal rund 3.700 kg CO2 einsparen.“ Auf ein ganzes Jahr gerechnet ergebe sich so bei einer Produktionsmenge von 500.000 Tonnen Kaltband ein Einsparpotenzial von etwa 25.000 Tonnen CO2 – eine Menge, die in Deutschland rund 2.300 Menschen jährlich verbrauchen.

H2-ready in eine klimafreundliche Zukunft

Da der volumetrische Heizwert von Wasserstoff nur ein Drittel des Heizwerts von Erdgas beträgt, kamen im Rahmen des Versuchs statt 1.870 m³ Erdgas rund 5.600 m³ Wasserstoff zum Einsatz, um die etwa 100 Tonnen Kaltband über mehrere Stunden bei 710 Grad zu glühen. Stefan Rödl, Kundenberater Gase bei Westfalen, erläutert: „Das ist zwar eine recht große Menge, doch aufgrund einer sehr guten Planung konnten wir den Wasserstoff in einem entsprechenden Trailer bereitstellen, der so direkt in die Rohrleitungssysteme der Haubenglühe geleitet werden konnte.“ In der Spitze strömten pro Stunde über 600 m³ Wasserstoff direkt aus dem Trailer in das Werk der Bilstein Group.

Noch sind die Produktionskapazitäten für klimafreundlichen grünen Wasserstoff in und um Europa nicht groß genug, um die Industrie ausreichend versorgen zu können. Doch das Pilotprojekt zeigt: Wasserstoff stellt auch in der Stahlverarbeitung einen zukunftsfähigen Energieträger dar. Und so erklärt der technische Geschäftsführer der Bilstein Group, Michael Ullrich, auch das Ziel für Bilstein: „Wir wollen ‚H2-ready‘ sein, sobald der erste grüne Wasserstoff hier bei uns im Lennetal ankommt.“

Über die BILSTEIN GROUP

Die familiengeführte BILSTEIN GROUP bündelt umfangreiche internationale Expertise in der Herstellung und dem Vertrieb von technischen Lösungen aus kaltgewalztem Bandstahl. Durch die klare strategische und technische Ausrichtung an den Bedürfnissen unserer Kunden ist die BILSTEIN GROUP zu einem der stärksten internationalen Partner der Automobil- und verarbeitenden Industrie im Bereich Präzisionsbandstahl geworden. Zur BILSTEIN GROUP gehören die Produktionsunternehmen BILSTEIN (DE), HUGO VOGELSANG (DE), BILSTEIN CEE (CZ) und BILSTEIN COLD ROLLED STEEL (USA). Als Familienunternehmen sind wir fairen und langfristigen Partnerschaften mit unseren Kunden, Mitarbeitern und Partnern verpflichtet. Seit 1911 sorgen wir mit modernster Anlagentechnik und zukunftsweisenden Fertigungsprozessen bis hin zur Entwicklung des CO2-neutralen Kaltbandes für kompromisslose Nachhaltigkeit – hocheffizient und mit dem Blick für das Wesentliche: das Kaltband von morgen.

Quelle: https://www.westfalen.com/de/de/unternehmen-jobs/newsroom/news-stories/detailansicht/item/meilenstein-fuer-gruene-stahlproduktion


DEUTZ macht nächsten Schritt für Serienproduktion von Wasserstoffmotoren

Wichtiger Schritt auf dem Weg zur Serienproduktion von Wasserstoffmotoren im Nutzfahrzeugsektor: DEUTZ setzt bei seinen Wasserstoffmotoren künftig auf Komponenten von MAHLE. Der Automobilzulieferer erhält einen Serienauftrag für die Entwicklung und Lieferung von Power Cell Units, die erstmals in die Ende 2024 auf den Markt kommenden Serienmotoren eingebaut werden sollen. Die DEUTZ-Motoren werden zuerst in stationären Anwendungen wie Generatoren verbaut, perspektivisch sollen diese Motoren auch in mobilen Anwendungen eingesetzt werden.

Dr. Sebastian C. Schulte, Vorstandsvorsitzender von DEUTZ: „Um die Welt in Bewegung zu halten, brauchen wir verschiedene technologische Optionen. Wie ein klimaneutraler Bagger oder Mähdrescher aussehen wird, ist noch offen. Für Motoren, die ständig im Einsatz sind und große Lasten bewegen, sind mehrere Optionen möglich. Eine davon ist der Wasserstoffmotor. Unsere erfolgreichen Pilotprojekte zeigen das Potenzial im Nutzfahrzeugbereich. Mit MAHLE haben wir nun einen starken Partner, der uns dabei hilft, Ende 2024 in die Serienproduktion unserer Wasserstoffmotoren einzusteigen.“

Das Konzept des Wasserstoffmotors basiert auf der klassischen Verbrennungsmotoren-Technologie. Statt mit fossilen Kraftstoffen, wird dieser Motor mit Wasserstoff betankt. Da bei der Verbrennung von Wasserstoff kein CO2 entsteht, erfüllt der Motor die EU Vorgaben für „Zero Emission“.

MAHLE arbeitet bereits seit Jahren an Komponenten für Wasserstoffmotoren und profitiert dabei von seinem umfangreichen Know-how für Verbrennungsmotoren und alternative Kraftstoffe. Bei den Power Cell Units handelt es sich um Einheiten aus Kolben, Ringpaket und Bolzen, die der Stuttgarter Technologiekonzern aus der klassischen Dieseltechnologie adaptiert und weiterentwickelt hat. Die Zuverlässigkeit der Komponenten wurde bereits umfangreich im eigenen Prüfzentrum für Wasserstoff-Anwendungen geprüft.

„Wir sehen Wasserstoff als wichtigen Baustein für eine nachhaltige Mobilität besonders im Nutzfahrzeugsektor. Dieses Projekt mit DEUTZ ist ein Meilenstein mit Leuchtturmeffekt, denn es zeigt, dass es neben der Elektrifizierung weitere technologische Hebel gibt, Klimaneutralität zu erreichen“, sagt Arnd Franz, Vorsitzender der MAHLE Konzern-Geschäftsführung und CEO.

Beide Konzerne eint die Überzeugung, dass die Umgestaltung der Mobilität nur mit Innovationskraft und Technologieoffenheit gelingt. Mit der klimaneutralen Weiterentwicklung der Verbrennungsmotoren-Technologie durch Einsatz von Wasserstoff werden die Potenziale aller verfügbaren Antriebstechnologien genutzt.

Quelle: https://www.deutz.com/media/pressemitteilungen/deutz-macht-naechsten-schritt-fuer-serienproduktion-von-wasserstoffmotoren


Continental eröffnet TechCenter für Wasserstofftechnologien in Hamburg

Hamburg-Harburg, 05. Juli 2023. Continental hat an ihrem Standort in Hamburg-Harburg ein neues TechCenter für Wasserstofftechnologien eröffnet. Der Unternehmensbereich ContiTech wird dieses künftig als kollaborative Plattform für den Wissensaustausch in diesem Bereich nutzen. Innovationen und der Transfer bestehender technischer Lösungen für neue Anwendungen im Bereich der Wasserstofftechnologien sollen gefördert werden.

Ziel ist es, Experten aus verschiedenen Bereichen und Branchen zusammenzubringen. Diese sollen technische, regulatorische und infrastrukturelle Herausforderungen entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette identifizieren und entsprechende übergreifende Lösungsansätze entwickeln.

„Beim schrittweisen Übergang von fossilen zu erneuerbaren Energien geht es nicht nur darum, eine Energieform durch eine andere zu ersetzen“, sagte Dr. Michael Hofmann, Chief Technology Officer der ContiTech, bei der Eröffnungsfeier. „Vielmehr bedeutet der Übergang einen Wandel in allen Branchen und Sektoren. In diesem Zusammenhang ist das Potenzial von Wasserstoff enorm. Er wird in Zukunft eine entscheidende Rolle bei der Dekarbonisierung verschiedener Industrien bei der Produktion, der Speicherung und dem Transport von Ökostrom spielen. Unsere jahrzehntelange Materialexpertise in einer Vielzahl von industriellen Anwendungen ermöglicht es uns, gemeinsam mit Partnern Produkte und Lösungen zu entwickeln, die den neuen Anforderungen gerecht werden.“

Dr. Piero Mancinelli, Leiter des TechCenters Wasserstofftechnologien, fügte hinzu: „Wir werden bereits 2030 eine relevante industrielle Nutzung von Wasserstoff als Energieträger sehen und in den Folgejahren ein exponentielles Wachstum der Anwendungen in den Bereichen Industrie, Wärmeerzeugung und Mobilität. Dieses breite Spektrum erfordert gemeinsame Anstrengungen verschiedenster Akteure. Hamburg bietet dazu hervorragende Voraussetzungen, um Wasserstofftechnologien in einem übergreifenden Ansatz zu entwickeln.“

In diesem Zusammenhang veranstalten Continental und Erneuerbare Energien Hamburg Clusteragentur GmbH (EEHH) am 05. Juli 2023 im Innovation Hub auf dem Werksgelände der Continental in Hamburg-Harburg ein Forum zum Thema „Hydrogen & Transportation“. EEHH hat bereits ein starkes Netzwerk von mehr als 100 "Wasserstoffakteuren" aufgebaut, d.h. hauptsächlich kleine, mittlere und große Unternehmen sowie F&E-Partner. Darüber hinaus hat die Agentur durch gemeinsame Aktivitäten von Akteuren aus Kommunalpolitik, Industrie, Hochschulen und Forschungseinrichtungen hervorragende Rahmenbedingungen geschaffen, die sich mit Themen im Bereich der Wasserstofftechnologien, rechtlichen Fragen und wirtschaftlichen Anforderungen beschäftigen.

Die Veranstaltung mit mehr als 50 Teilnehmern aus unterschiedlichen Branchen und wissenschaftlichen Einrichtungen hat Gelegenheit zum Austausch und zur Vernetzung von Akteuren mit Fokus auf Wasserstoffaktivitäten geboten.

Wasserstoff wird durch industrielle Prozesse hergestellt und ist ein Energieträger, der gespeichert und transportiert werden muss. Derzeit gibt es verschiedene Lösungen für den Transport: komprimierter Wasserstoff mit einem Druck von bis zu 700 bar, kryogener Flüssigwasserstoff mit Temperaturen unter minus 253 Grad Celsius oder Wasserstoff in Kombination mit Stickstoff, um Ammoniak zu erhalten, das nach dem Transport wieder aufgespalten wird. Es ist auch möglich, Wasserstoff mit anderen organischen Flüssigkeiten zu kombinieren.

Diese sehr unterschiedlichen Transportzustände erfordern eine umfangreich vorbereitete Infrastruktur entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette. Damit der Wasserstoff sicher am Zielort ankommt, müssen zum Beispiel Schläuche, Leitungen, Dichtungen, Armaturen, Behälter und Transportmittel entsprechende Eigenschaften, wie Druck- oder Temperaturbeständigkeit, aufweisen. Die Auswahl und Entwicklung entsprechend geeigneter Werkstoffe ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die umfassende zukünftige Nutzung von Wasserstoff. Das umfangreiche technische Know-how von Continental im Umgang mit den unterschiedlichsten Gasen und Flüssigkeiten in den klassischen Industriebereichen, zum Beispiel auch im Öl- und Gasgeschäft, kommt dem Unternehmen nun auch bei der Entwicklung völlig neuer Produkte zugute, die den deutlich veränderten Anforderungen der neuen Energieträger gerecht werden.

Weitere Informationen zu den Aktivitäten von Continental auf dem Gebiet der Wasserstofftechnologien finden Sie hier: Wasserstoff-Lösungen < Home | Continental Industry (continental-industry.com).

Quelle: https://www.continental.com/de/presse/pressemitteilungen/techcenter-fuer-wasserstofftechnologien/


2. Innovationsrunde Wasserstoffmobilität

Thema: Brennstoffzellenantriebe & H2-Flottenbetrieb

26.09.2023 Startport GmbH (ZBT-Projektbüro) in Duisburg

14:30 bis 19:00 Uhr

Die „Innovationsrunde-Wasserstoffmobilität“ ist der Stammtisch des Nationalen Transformations-Hubs cH2ance für Wasserstoffantriebe in NRW.

Programm:

14:30 Uhr   Ankunft und offenes Netzwerken

15:00 Uhr   Begrüßung und Kurzvorstellung cH2ance   Hanno Rademacher (AL.NRW)

15:10 Uhr   Systemintegration Brennstoffzellenantriebe   Jan Andreas (Argo Anleg GmbH)

15:30 Uhr   Flottenbetrieb von Brennstoffzellenbussen   Andreas Meyer (WSW Mobil GmbH)

15:50 Uhr   Wasserstoffinfrastruktur für die Mobilität,   Thorsten Stams (H2-Mobility)

16:10 Uhr   Live-Umfrage

16:15 Uhr   Moderierte Paneldiskussion mit den Speakern   & Fragen aus dem Publikum

17:00 Uhr   Offenes Netzwerken in der

  Startport-Lounge mit Snackbuffet und Drinks

Mehr Informationen und Anmeldung:

https://www.eventbrite.de/e/2-ch2ance-innovationsrunde-wasserstoffmobilitat-tickets-698866978947?aff=oddtdtcreator